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Kind fährt auf seinem Rad neben seiner Mutter, die auf einem Trike zwei weitere Kinder transportiert

Um die Jahreswende 2016/2017 gibt es neue Gesetze fürs Radfahren. Sie gelten für Eltern, die ihre auf dem Bürgersteig fahrenden Kinder begleiten, für E-Mopeds und die Regelung an „Lichtzeichenanlagen“, allgemein bekannt als Ampeln.

Eltern dürfen Kinder nun auch auf dem Bürgersteig begleiten

Am 14. Dezember trat eine Änderung der Straßenverkehrsordnung (StVO) in Kraft, die auch Neuregelungen für Radfahrer bringt. Kinder bis zum 8. Lebensjahr mussten bisher immer auf dem Gehweg fahren, auch wenn ein Radweg vorhanden war. Diese Regelung führte häufig zu praktischen Problemen, da radelnde Aufsichtspersonen kleinere Kinder nicht auf dem Gehweg begleiten durften. Das ist ab sofort möglich, sofern die begleitende Person mindestens 16 Jahre alt ist. Nach der neuen Regelung dürfen Kinder auch Radwege benutzen, wenn diese baulich von der Fahrbahn getrennt sind. Auf die Fahrbahn gemalte Radfahr- oder Schutzstreifen dürfen sie weiterhin nicht benutzen.

Sonderzeichen „E-Bikes frei“

Auf Radwegen dürfen bisher Fahrräder und Pedelecs, die bis 25 Kilometer pro Stunde unterstützen, fahren. Ab sofort sollen geeignete Radwege auch für „E-Bikes“ freigegeben werden können. S-Pedelecs, die bis 45 Kilometer pro Stunde unterstützen, sind laut Bundesverkehrsministerium damit ausdrücklich nicht gemeint. Somit betrifft die Neuregelung ausschließlich die selten anzutreffenden E-Mopeds und E-Scooter, die ebenfalls nicht schneller als 20 beziehungsweise 25 Kilometer pro Stunde fahren.

Sinnbild E-Bikes mit Fahrradsymbol und Stecker

E-Bikes sind nach der Straßenverkehrsordnung „einsitzige zweirädrige Kleinkrafträder mit elektrischem Antrieb, der sich bei einer Geschwindigkeit von mehr als 25 km/h selbsttätig abschaltet“

Fußgängerampel gilt nicht für Radfahrer

Am 1. Januar 2017 tritt darüber hinaus eine weitere Änderung in Kraft: Fußgängerampeln regeln nicht mehr zugleich den Radverkehr. Radfahrer auf der Fahrbahn richten sich wie zuvor nach der Fahrbahnampel. Radfahrer auf dem Radweg richten sich nach der Fahrradampel, so vorhanden. Ist keine Fahrradampel eingerichtet, gilt die Fahrbahnampel. Diese Regelung ist bereits seit 2013 in Kraft, bislang galt aber noch eine Übergangsregelung, um den Kommunen Zeit zu geben, die Ampeln umrüsten zu können. Leider wurde dabei häufig der einfache Weg gewählt, aus Fußgängerampeln kombinierte Fußgänger- und Radfahrerampeln zu machen. Diese Praxis wird dem Radverkehr nicht gerecht. Der ADFC fordert für einen flüssigen Radverkehr eigene Rad-Ampeln mit angepassten Ampelphasen.

Text

© ADFC Bundesverband

Fotos

© ADFC/Gerhard Westrich; public domain

 

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