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Größere Gruppe Radfahrer auf der Landstraße, dahinter mehrere PKW

Gudensberg. Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) fordert deutlich mehr Radwege an den hessischen Landesstraßen. Um dies zu unterstreichen, trafen sich am Freitag gut 20 Radlerinnen und Radler im Zentrum von Gudensberg. Von dort brachen sie gemeinsam zu einer Fahrraddemonstration auf. Die Gruppe fuhr auf den Landesstraßen zwischen Gudensberg, Niedenstein-Metze und Edermünde-Besse. Dort fehlen fast überall Radwege als sichere Verbindungen zwischen den Kommunen.

Die ADFC-Ortsgruppe griff mit dieser demonstrativen Radtour mit einer größeren Gruppe nach den Kriterien der „Critical Mass“ erstmals ein Mittel auf, das bisher überwiegend in größeren Städten erfolgreich angewendet wird, um auf die Belange des Radverkehrs aufmerksam zu machen.

Nach der reibungslos verlaufenen Fahrrad-Demo erläuterte ADFC-Sprecher Ullrich Horstmann auf dem Töpfenmarkt in Gudensberg die Forderungen an die künftige Landesregierung im Detail. Er stellte heraus, dass mehr alltagstaugliche Radwege an den Landesstraßen zwingend notwendig seien, damit Radfahrer ihre jeweilige Nachbarkommune ohne Straßennutzung und damit sicher und schnell erreichen können. Allein auf der Demonstrationsstrecke käme ein Bedarf an 10 Kilometer Radwegen zusammen.

Zur Erreichung dieses Ziels einer Grundversorgung fehle es in der Landesbehörde Hessen Mobil an Fachpersonal für den Radverkehr – nach Meinung des ADFC-Landesverbandes Hessen müssten dort  20 Stellen geschaffen werden. Für den Radwegebau an Landesstraßen müssten jährlich mindestens 2,50 Euro je Einwohner Hessens, also 15 Millionen in den Landeshaushalt eingestellt werden, und nicht wie bisher 6 Millionen. Dadurch würde das Land gerade einmal ein Viertel der im Nationalen Radverkehrsverplan geforderten Summe von 10,00 Euro je Einwohner aufbringen. Damit könnten jährlich etwa 40 Kilometer neue Radwege an hessischen Landesstraßen gebaut werden.

Um zu erreichen, dass davon auch mindestens 10 Kilometer pro Jahr in Nordhessen gebaut werden, müssten die Mittel regionalisiert – also nicht mehr zentral vergeben werden. Andernfalls werde auch weiterhin das Rhein-Main-Gebiet mit seiner größeren Bevölkerungsdichte bevorzugt und Anträge nordhessischer Kommunen für einen Radweg zwischen ihren Kernorten hätten weiterhin keinen Erfolg.

Die Forderungen des ADFC-Landesverbandes Hessen sind nachlesbar unter www.adfc-hessen.de.

Pressemitteilung im Wortlaut

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Text und Foto

© Ullrich Horstmann – Text und Foto dürfen im Rahmen der Berichterstattung über die Veranstaltung frei verwendet werden; schicken sie bitte einen Verwendungsnachweis an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

 

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